Fischereiverein Heilbronn e.V.

gegründet 1887

A n g e l n  -  E n t s p a n n e n  -  H e g e n  -  S c h ü t z e n  -  P f l e g e n

Presseberichte zur Jahreshauptversammlung
2008 2007 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000

Arbeiten am vereinseigenen See sind in vollem Gang (HV 2008)
Von Julia Spors

Heilbronn - Es war eine schwere Geburt, die langes Warten voraussetzte. In Schichten beobachteten Mitglieder des Fischereivereins Heilbronn vergangenen September den oberen See an der vereinseigenen Seeanlage in Stein. Auch nachts. Denn: Nach 16 Jahren wurde der obere See wieder einmal abgelassen. Doch das gestaltete sich gar nicht so einfach.
Der Wasserstand sank nicht schnell genug, Warten war angesagt. Dann: Nach 38 Stunden voller Sorge war der See still gelegt. „Zwischenzeitlich ist der Schlamm ausgetrocknet und ist aufgerissen. Das Genehmigungsverfahren zum Ausbringen des Schlammes wurde abgeschlossen, so dass wir Anfang März mit dem Ausbaggern beginnen konnten“, erklärte Klaus Lohmann, Vorsitzender des Fischereivereins am Freitag in der Hauptversammlung im Heilbronner Haus des Handwerks zufrieden. Voraussichtlich Ende März kann der See wieder bespannt werden. „Ob der See zum Saisonstart befischt werden kann, ist aber noch nicht sicher. Sicher ist nur, dass wir dann den großen See entsprechend besetzen werden“, sagte Lohmann.
Neben dieser Großaktion gab es viele kleine Veranstaltungen im vergangenen Jahr. „Im November wurde das Hälterbecken an der Seeanlage zu einem Aufzuchtbecken für seltene Kleinfischarten wie Elritze und Schmerle umgebaut“, berichtete Klaus Lohmann und erinnerte auch an verschiedene Arbeitseinsätze. Denn: „Fischen heißt auch, die Natur und die Umwelt sauber halten“, erklärte der Vorsitzende des 630 Mitglieder großen Vereins.
40 Jugendliche sind heute im Fischereiverein Heilbronn. „Das ist sehr viel und wir sind sehr zufrieden mit der Zahl. So hat das Fischen auch eine Zukunft, denn fast alle wechseln bei uns mit 18 Jahren in den aktiven Bereich“, freute sich der Vorsitzende.
Doch es gab nicht nur Erfreuliches im letzten Jahr. Lohmann erinnerte an Beschwerden über das Fehlverhalten einzelner Fischer am Osthafen Heilbronn und kündigte Maßnahmen an, falls sich nichts ändere. „Es kann doch nicht schwer sein, sich an die Osthafenverordnung zu halten“, sagte er deutlich.

(aus der Heilbronner Stimme 17.03.2008)
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Petri Heil beim Fischereiverein Heilbronn (HV 2007)
Von Josef Krappel

HEILBRONN - Die Durchlässigkeit der Fließgewässer, die kanalartig begradigten Flüsse, der Kormoran und der Wels bereiten den Mitgliedern des Fischereivereins Heilbronn die größten Sorgen, sagte Vorsitzender Klaus Lohmann bei der Hauptversammlung im Haus des Handwerks vor 140 Aktiven. So verspeise ein Kormoran bis zu 500 Gramm Fisch pro Tag. Der Waller, der sich schnell vermehrt, mache Jagd auf alles, was sich in und auf Gewässern tummle.
Welche Faszination der Angelsport ausübt, verdeutlichte Adolf Schmidt: „An den Vorbereitungskursen zur Fischerprüfung nahmen 100 Absolventen teil.“ Stolz ist der Fischereiverein Heilbronn auf seine Jugendabteilung: 40 junge Menschen werden hier von Rainer Schuster betreut.
Von einem „erfreulich ausgewogenen“ Kassenstand berichtete Kassiererin Gabi Pulvermüller, und Gewässerwart Marco Sander betonte, dass der Verein für 37 000 Euro Fischbesatz in den vereinseigenen Gewässern eingesetzt hat. Die Wahlen erfolgten einstimmig: Klaus Lohmann Vorsitzender, Roland Pulvermüller zweiter Vorsitzender, Bernhard Greis Schriftführer, Gabi Pulvermüller Kassenwartin, Marco Sander, Hans Christian, Erich Hack, Ewald Zornik, Markus Schmitt und Heiko Lustig Gewässerwarte, Arnold Würth Seewart, Rainer Schuster Jugendwart, Alfred Schmitt, Reinhard Tiedt, Marco Fischer und Ernst Schmidt Beisitzer. Nicht mehr zur Wahl standen die Vorstandsmitglieder Manfred Birn, Günther Wirth und Jürgen Güttler.
Fischerkönig im Fischereiverein Heilbronn wurde Kurt Hemmerich. Er fing einen Graskarpfen mit einem Gewicht von 8100 Gramm. Den Titel des Jungfischerkönigs trägt Christian Lohmann. Ihm ging ein sechs Kilo schwerer Karpfen an die Angel.
Vereinstreue Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: 50 Jahre: Kurt Hagner (Heilbronn); 40 Jahre: Hans Ellinger, Bruno Freigang, Franz Huber (Heilbronn), Horst Ester, Siegfried Kegel, Erich Sailer (Oedheim), Hermann Kern, Leon Mantik (Flein), Adolf Daeuber (Neckarsulm), Paul Goetz (Obersulm), Gebhard Klawatsch (Neuenstadt), Günter Kunz (Löwenstein), Heinz Schäfer (Untereisesheim); 25 Jahre: Werner Bauer, Armin Englert, Rainer Fausel, Alois Koch, Walter Lang, Martin Lieb, Klaus Prinz (Neuenstadt), Ursula Kunicke, Gerd Schwab, Jürgen Weller, Simon Zeyer (Heilbronn), Rainer Loefflath, Josef Lohmann (Neckarsulm), Christa Alt (Leingarten), Klaus Lohmann (Möckmühl), Edmund Prinz (Gundelsheim) und Uwe Wefels (Obersulm).

(aus der Heilbronner Stimme 24.03.2007)
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Pflege der Gewässer für Angler wichtig (HV 2006)
red

„Es geht weiterhin aufwärts im Verein“, betonte der Vorsitzende des Heilbronner Fischervereins, Klaus Lohmann, bei der gut besuchten Hauptversammlung.
Die Vereinsmitglieder nahmen im Heilbronner Haus des Handwerks das im vorigen Jahr erworbene Fischrecht, das so genannte „Heil Wasser“ an. Im Kocherabschnitt unterhalb von Kochertürn wurden 22 Hechte, 37 Karpfen und 63 Waller auf einer Länge von 2550 Metern gefangen. Der Verein konnte die Investitionen des vergangenen Jahres niedrig halten und einen ausgewogenen Kassenstand vorlegen, wie Kassiererin Gabi Pulvermüller berichtete. Durch die Aufnahme von neuen Mitgliedern gehört der Fischerverein mit 700 Mitgliedern mittlerweile zu den größten Vereinen in Heilbronn.
Auch die Jugendgruppe unter den Jugendwarten Michael Hoffmann und Thomas Kemmel war aktiv. Den Jugendlichen wurde unter anderem das Angeln mit dem Futterkorb und der Matschrute vom mehrfachen Welt- und Europameister Willi Frosch beigebracht. Um den Zusammenhalt und die Begeisterung der Jugendlichen zu festigen, wurden verschiedene Veranstaltungen, wie beispielsweise ein Wochenendzeltlager am Kocher organisiert. Der Gewässerwart Marco Sander zeigte an Schautafeln den Besatz und die Fangergebnisse der einzelnen Gewässer. Im Wert von 30 000 Euro wurden 5500 Kilogramm Fische eingesetzt. Die ausgewerteten Fangergebnisse liegen bei ungefähr 5000 Kilogramm. Der größte gefangene Fisch war ein Waller mit einer Länge von 2,14 Metern und einem Gewicht von 63 Kilogramm. Beim Wallerfischen wurden mehrere Exemplare mit einer Länge bis zu 1,20 Meter gefangen. Fischerkönig wurde Siegfried Käfer, der beim Kameradschaftsfischen einen Karpfen mit 2450 Gramm und eine Barbe mit 1650 Gramm fing.
Klaus Lohmann berichtete auch vom Brückenbau in Kochertürn, bei dem der Fischerverein seinen Einfluss einbrachte. Allgemein setzen sich die Mitglieder für die Sauberhaltung und Pflege der Gewässer ein. Der Fischaufstieg wurde verbessert, das Sollgefälle und die Wassertiefe wurden nach den Empfehlungen des Fischervereins in die Tat umgesetzt.
Die Durchgängigkeit des Böllinger Bachs zum Neckar und die Aufstiegsmöglichkeiten an der Seckach wurden verbessert. In den Flüssen sollen in Zukunft durch Bäume und Holzpfähle, die mit Weiden verflochten werden, Laichmöglichkeiten und Ruhezonen für Fische geschaffen werden.
Langjährige Mitglieder bekamen Urkunden, Weinpräsente und Geschenkkörbe überreicht. Geehrt wurden für 25 Jahre Harald Essig, Josef Ferwagner, Waltraut Gruber, Mathias Hamm, Winfried Helmus, Josef Krappel, Michael Krauter, Werner Kunicke, Wolfgang Loefflath, Jürgen Rauhut, Oliver Stammler, Siegmund Vogt, Wolfgang Weik, Martin Weller und Hans-Joachim Wilke. Für 40 Jahre Hans Falck, Rolf Kallenberger, Günter Keim, Jakob Millich, Martinus Stibi und August Waidmann. Für 50 Jahre Ludwig Halter und für 60 Jahre Karl-Heinz Weeß.
Der Neckarkongress findet am Mittwoch, 5. April, in der Heilbronner Harmonie statt. (reb)

(aus der Heilbronner Stimme 23.03.2006)
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Kraftakt problemlos geschultert (HV 2005)
Von Wilfried Ruoff

Aktive Vorstandschaft, tolle Jugendgruppe, kurzum: ein rühriger und zukunftsorientierter Verein mit vielen Aktiven, so repräsentierte sich der Heilbronner Fischereiverein bei seiner 118. Hauptversammlung im Meistersaal im Haus des Handwerks.

Ehrenriege: Der Fischereiverein zeichnete langjährige Mitglieder für ihre Treue aus. Der Verein hat insgesamt 685 Mitglieder. (Foto: Rabea Sattar)

Der Vorsitzende Klaus Lohmann hob aus dem Jahr 2004 besonders den Kauf der Fischereirechte des Kocherwassers auf der Gemarkung Oedheims hervor. Dazu stellten alle Mitglieder ein zinsloses Darlehen von jeweils 100 Euro zur Verfügung. "Durch weitere Spenden und Darlehen von Mitgliedern haben wir einen finanziellen Kraftakt geschultert", so Lohmann, "eine richtige Investition in die Zukunft." Die Rechte umfassen 2550 Meter des so genannten "Heil"-Wassers. Gewässerwart Marco Sander berichtete, dass 6330 Kilogramm Jungfisch mit einem Wert von 32000 Euro ausgesetzt wurde. Laut Angelkarten fingen die Mitglieder 5429 Fische, die 4952 Kilogramm auf die Waage brachten. Darunter ein Hecht mit 9,5 Kilogramm von Josef Lohmann und als Krönung ein Wels mit 44 Kilogramm an der Angel von Roland Habersam. Diplombiologe Sander erläuterte die Bauprojekte Raue Rampe Kochertürn und an der Seckach bei Möckmühl sowie das Fischsterben an der Seckach und am Leinbach. Wirtschaftskontrolldienst, Umweltamt und das Stuttgarter Regierungspräsidium sind hier noch aktiv. Nachwuchssorgen hat der Fischereiverein Heilbronn absolut keine. 43 Nachwuchspetrijünger sind in der aktiven Jugendgruppe, momentan gibt's sogar eine Warteliste. Der zwölfjährige Michael Waiwand wurde Jugendfischerkönig. Bei den Erwachsenen errang der Neckarsulmer Matthias Hamm den Titel. Der 41-Jährige angelt am liebsten in Stein an der Seeanlage und liebt die Ruhe und Entspannung, vor allem am frühen Morgen wenn die Natur zum Leben erwacht. Die Kassiererin Gabi Pulvermüller gab ein sattes Plus in der Bilanz bekannt. Mit Geschenkkörben und Urkunden wurden die Jubilare geehrt. 50 Jahre: Hermann Messing. 40 Jahre: Burkhard Bubel, Eberhard Eichner, Franz Haack, Manfred Haefele, Wolfgang Knapp, Gotthilf Koch, Gerhard Kochan, Bruno Mack, Kurt Schusser, Eberhard Wagner. 25 Jahre: Werner Anderson, Wolf Boehringer, Peter Feyerabend, Reinhold Gerlach, Karl-Heinz Grundmann, Roland Halter, Hans-Otto Hamrich, Hubert Lohmann, Werner Philipp.

(aus der Heilbronner Stimme 14.03.2005)
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Fischer fordern gezielten Kormoran-Abschuss (HV VFG)
Von Helmut Buchholz

Die Fischer sehen die Früchte ihrer Arbeit in Gefahr. Schuld daran ist der große Hunger eines Vogels, der sich an den heimischen Gewässern enorm vermehrt hat. Der Landes-Fischerei-Verband, der in Heilbronn tagte, fordert daher den gezielten Abschuss der Kormorane - ganzjährig auch in Schutzgebieten.

Angeln im Heilbronner Neckar: Fischer fühlen sich als Anwälte der Tiere im Wasser. Sie wollen die Fische vor den Kormoranen schützen. (Foto: Ulrike Kugler)

"Der Fraßdruck der ursprünglich hier nie heimischen Großvögel konterkariert sämtliche Bemühungen und Ansprüche des lokalen Natur- und Artenschutzes", sagte Dr. Michael Schramm, Geschäftsführer des Verbandes für Fischerei und Gewässerschutz in Baden-Württemberg. Der Dachverband der Angel- und Fischervereine im Land traf sich am Samstag zu seiner Mitgliederversammlung im Heilbronner Haus des Handwerks. Einhellig vertritt der Verband, der rund 23 000 Angler und Fischer repräsentiert, seine Forderung, den Bestand der Kormorane zu verringern. Denn die Fischverluste seien gravierend. Teilweise fressen die Vögel über 90 Prozent des Vorkommens eines Gewässers weg, erklärte Peter Mohnert, Bundespräsident des Verbandes. Wolfgang Sitter, Heilbronner Bereichsvorsitzender, hat zwischen Horkheim und Lauffen bis zu 100 Kormorane gezählt. 150 Tiere würden etwa 75 Kilogramm Fisch pro Tag vertilgen, rechnete Roland Schiele, Vize-Präsident des Verbandes, vor. Der Appetit der Kormorane sei auch deshalb so verheerend, weil sich der Fischbestand in den Gewässern Baden-Württembergs eh schon in den vergangenen 200 Jahren etwa halbiert habe. Schlimmer noch: Teilweise seien auch bedrohte Arten vor den Kormorane nicht sicher. "Wir haben die letzten Strömerbestände in Baden-Württemberg", sorgt sich Präsident Mohnert. Kein Verständnis haben die Fischer für Naturschützer, die gegen die Reduzierung der Kormoranbestände sind. "Es kann doch nicht sein, dass eine geschützte Tierart die andere vernichtet", sagte Bereichsvorsitzender Werner Retz (Böblingen). Der Tierschutz sei in Deutschland sehr emotionalisiert, konstatierte Geschäftsführer Schramm. Bei Rehwild sei der Schaden im Wald für alle sichtbar. Doch den Schaden an den Fischen unter Wasser sehe man nicht. Dass die Fischer selbst mit ihrem Hobby für eine weitere Reduzierung der Tiere im Wasser sorgen, lässt der Verband nicht gelten. Schramm: "Das ist wie bei der Jagd, wir sägen doch nicht den Ast ab, auf dem wir sitzen." Auch die Tötung der Fische durchs Angeln sei kein naturzerstörerischer Akt, wie es Tierschützer den Fischern immer wieder vorwerfen. "Mit der Angel zu fischen, ist die schonenste Art, einen Fisch aus dem Wasser zu holen", entgegnet Wolfgang Reuther vom Fischerei-Verband solchen Vorwürfen. Der Verband fordert daher den gezielten Abschuss der Kormorane, wo es nötig ist. Außerdem soll ganzjährig und auch in Schutzgebieten die Populationen der Vögel reguliert werden dürfen.

(aus der Heilbronner Stimme 19.04.2004)
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Fischsterben machte Fischern zu schaffen (HV 2004)
Von Josef Krappel

Der Fischereiverein Heilbronn blickte bei der Jahreshauptversammlung im Haus des Handwerks auf ein ebenso erfolgreiches wie bewegtes Jahr 2003 zurück. Die aufgetretenen Personalengpässe wurden durch gegenseitige Unterstützung aufgefangen.

Bei der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Heilbronn wurden zahlreiche Mitglieder für langjährige Treue geehrt. (Foto: Bernhard Greis)

"Die Verunreinigung der Sulm und das Fischsterben machte uns auch 2003 erheblich zu schaffen", räumte Klaus Lohmann vor 150 Mitgliedern ein. Insgesamt zählt der Verein 700 Mitglieder. Bedauerlich sei, so der Vorsitzende, dass die Ursachen nicht festgestellt wurden. Mit einem Vergleich über 7925 Euro sei der Rechtsstreit gegen die Betreiber der Gruppenkläranlage "Sulmtal" beendet worden. Bei der Bekämpfung des indischen Springkrauts an Seckach und Kocher "leisteten die Mitglieder tolle Arbeit", wie Lohmann befand. Der Pflanzenbestand sei deutlich reduziert worden, was den Gewässern zugute komme. Die Jugendgruppe, die mittlerweile aus 40 Buben und Mädchen besteht, beteiligte sich an der Aktion "Heilbronn putzmunter". Auf Grund der starken Welspopulation in den Gewässern setzte die Vorstandschaft ein Nachtangeln auf diesen Raubfisch an. Das Seefest in der Seeanlage in Stein, die zwischenzeitlich 30 Jahre besteht, erfuhr ein großes Echo in der Bevölkerung. Feuerwerk, Seebeleuchtung und Unterhaltungsmusik lockten die Besucher an. Beliebtheit erfreut sich nach wie vor das Kameradschaftsfischen, an dem über 100 Sportfischer teilnahmen. Fischerkönig wurde Sportkamerad Kurt Hemmerich mit einem Graskarpfen von 3550 Gramm Gewicht. Der 19. August 2003 ist für den Fischereiverein Heilbronn ein wichtiges Datum: An diesem Tag wurde die Hegegemeinschaft "Kocher" gegründet. Aufgabe dieser Gemeinschaft ist die optimale Bewirtschaftung des Kochers von der Quelle bis zur Einmündung in den Neckar. Konkret bedeutet dies: Abstimmung der Besatzmaßnahmen, Durchgängigkeit des Flusses, biologische Untersuchung des Gewässers und Schaffung von Laichplätzen. Für die Durchführung der Vorbereitungskurse zur Sportfischerprüfung bedankte sich Vorsitzender Klaus Lohmann bei Adolf Schmid. Lobende Worte richtete er auch an Kassier Herbert Pohl, der wie gewohnt auf eine positive Vermögenssituation verweisen konnte, nach zwölf Jahren jedoch dieses Amt abgab. Die Kassengeschäfte führt künftig Gabi Pulvermüller. Die Schöpfungsgeschichte von Uwe Jacobi, vorgetragen von Josef Krappel, und der Lichtbildervortrag des Gewässerwarts und Biologen Marco Sander bildeten den geselligen Teil der Hauptversammlung.

Für langjährige Treue zum Fischereiverein Heilbronn wurden folgende Personen geehrt:
50 Jahre: Manfred Birn, Franz Jelinek, Herbert Wachholz.
40 Jahre: Oswald Fritsch, Rudolf Klawatsch, Hans Kuefer, Walter Lang, Horst Lueder, Jürgen Ogertsching, Adolf Schmidt, Günter Schulz, Volker Trefz, Franz Treier.
25 Jahre: Klaus-Jürgen Gall, Heinz Gerlach, Andreas Goos, Hugo Haag, Hermann Lieb, Wendelin Link, Manfred Mack, Gerald Niederdorfer, Willi Pfauser, Reiner Rossberg, Karl Schadt und Hugo Stibi.

(aus der Heilbronner Stimme 17.03.2004)
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Kein Fischsterben in der Steiner Seeanlage (HV 2003)
Von Sebastian Burger

Dreißig Mitglieder ehrte der Fischereiverein Heilbronn für ihre langjährige Vereinstätigkeit. Sechs Fischer wurden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Insgesamt 150 Mitglieder hatten sich zur Hauptversammlung des Fischereivereins im Heilbronner Haus des Handwerks eingefunden. Vorsitzender Klaus Lohmann eröffnete die Versammlung und hob die Mitarbeit der Mitglieder hervor. Extra erwähnte er auch den Informationsaustausch mit allen Kocherfischern im Juni 2002. Besonders die Mitarbeit von Diplombiologe Marco Sander wurde von Lohmann gelobt. Der Biologe habe dem Verein in Fragen zu Fischkunde und Fischkrankheiten zur Seite gestanden und habe chemische und biologische Wasseruntersuchungen durchgeführt. Auch die Beteiligung der Jugendfischer an der Aktion der Stadt Heilbronn "Heilbronn putz-munter" wurde begrüßt. Der Vorsitzende sprach außerdem das Kameradschaftsfischen in der Seeanlage Stein an, bei der 109 Fischer 157 Forellen und 51 Karpfen fangen konnten. Wichtigster Sachverhalt: Im Jahr 2002 habe es kein Fischsterben in der Seeanlage Stein gegeben, so Lohmann. Anschließend wurden die Ehrungen vorgenommen: Wolfgang Anderson, Osman Babajic, Andreas Bach, Walter Burgert, Harald Freigang, Alwin Frenzel, Wolfgang Frisch, Adolf Glaser, Manfred Gutoehrle, Wolfgang Hagner, Dieter Heiringhoff, Thomas Heller, Heinz Hofmann, Michael Januschke und Werner Kleinert, Werner Klier, Werner Mack, Roland Metzger, Johannes Naatz, Ulrich Russig, Manfred Schmidt, Otto Strengert, Udo Tiefensee, Martin Wulff wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Für 40 Jahre treue Vereinsarbeit wurden Dieter Grund, Siegfried Hummel, Hermann Maier, Adolf Waldvogel, Eugen Zerrer und Gerhard Zimmermann ausgezeichnet. Ehrenvorsitzender Adolf Waldvogel erhielt außerdem die große, mit einem Saphir besetzte Ehrennadel für seinen vorbildlichen Einsatz im Verein. Besonders hervorgehoben wurden auch die Leistungen von Adolf Schmidt, Leiter der Vorbereitungskurse für die Sportfischprüfung. Er stellte dem Verein ein Kostenerlös von 3000 Euro bereit. Fischerkönig wurde Jürgen Weller. Fünf Karpfen mit 11 Kilogramm Gesamtgewicht gingen ihm " ins Netz".

(aus der Heilbronner Stimme 22.03.2003)
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Sportfischer mit neuen Kapitänen (HV 2002)
Von Frank Weber

Klaus Lohmann und Ronald Pulvermüller übernehmen das Ruder beim Fischereiverein Heilbronn. In der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Heilbronner Haus des Handwerks wurden sie als neue Vorsitzende gewählt und lösen die bisherige kommissarische Leitung ab. Daneben präsentierte der Verein seinen Internetauftritt. Im vergangenen September hatte der damalige erste Vorsitzende des Fischereivereins Heilbronn, Karl Hautzinger, aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Seitdem führte der zweite Vorsitzende Klaus Lohmann kommissarisch die Vereinsgeschäfte. In der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Haus des Handwerks wurde nun Lohmann offiziell zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ronald Pulvermüller übernimmt von ihm das Amt des zweiten Vorsitzenden. Beide wurden für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. 186 der etwa 800 Mitglieder waren zur Wahl anwesend. Im Jahresrückblick würdigte Lohmann vor allem noch einmal die vielen Helfer, die bei Arbeitseinsätzen Fluss- und Bachufer von herumliegenden Müll befreit haben. Auch für dieses Jahr seien schon wieder mehrere derartige Aktionen geplant, zum Beispiel in der Seeanlage Stein. Um sich angemessen zu präsentieren, bereitet der Fischereiverein momentan auch seinen Internetauftritt vor. Webmaster Marco Sander hatte schon eine Kostprobe mitgebracht. Neben aktuellen Informationen zum Verein gibt es für die Besucher der Seite auch gleich aktuelle Informationen zu den Gewässern. So sieht der Angler schon, bevor er aus dem Haus geht, ob Fischen überhaupt möglich ist. Die Homepage des Fischereivereins ist unter folgender Adresse abrufbar:

www.fv-heilbronn.de

(aus der Heilbronner Stimme 11.03.2002)
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Eine Kooperation der Kocherfischer wird angestrebt (HV 2001)

Der Fischereiverein Heilbronn ehrt langjährige Mitglieder und stellt auf der Jahreshauptversammlung die Pläne für das Jahr 2001 vor.
Durch die Kocher-Kooperation soll eine "weitreichende Planung und Übereinstimmung zum Schutz der einheimischen Fischarten, ihrer Laichplätze und des Bestandes erreicht werden", hieß es jetzt auf der Mitgliederversammlung. Außerdem will sich der Fischereiverein verstärkt auf die Jugendarbeit, sprich die 50 Jungfischer, konzentrieren. Zur Jahreshauptversammlung des Fischereivereins begrüßte der Erste Vorsitzende Karl Hautzinger 140 Mitglieder im "Haus des Handwerks ". Der Vorsitzende blickte auf 2000 zurück und wies dabei auf das Kameradschaftsfischen zur Eröffnung der Angelsaison im April hin, an dem 102 Sportfischer teilnahmen. Beim Kocher-Kameradschaftsfischen kamen auch Spinn- und Fliegenfischer zum Zug. Die 65 Teilnehmer - davon waren drei Frauen und neun Jugendliche - fingen drei Karpfen, 22 Aale, zwei Schleien, drei Brachsen, zwölf Döbel und zwei Barsche. Am Hegefischen beteiligten sich 79 Teilnehmer. Beschäftigt hat die Vereinsmitglieder, dass in der Seeanlage Stein viele Karpfen verendeten. Der Fischgesundheitsdienst stellte fest, dass der relativ milde Winter und das warme Frühjahr die Stoffwechselleistung der Karpfen vermutlich überforderte. Um das Problem in den Griff zu bekommen, schloss der Verein einen Vertrag zur tierärztliche Betreuung. Außerdem verendete in der Sulm zwischen der Kläranlage Ellhofen und der Mündung in den Neckar der gesamte Fischbestand. Der Verein erlitt dadurch einen beachtlichen Schaden. Um der Verseuchung des Sees in Stein durch Katzenwelse Herr zu werden, wurde dieser abgelassen und leergefischt, anschließend neu bespannt und die Ufer in Stand gesetzt. Im Juni startete eine Aktion gegen das " Indische Springkraut". Der dauernde Einsatz an den Ufern macht sich, so die Vereinsleitung, bereits bemerkbar. Auf der Suche nach neuen Fischwassern blieb der Verein trotz angebotener Objekte und mühevoller Suche bisher erfolglos. Das Seefest hingegen war ein voller Erfolg, und für den Stau-, Trappen- und Pfühlsee wurden insgesamt 58 Tageskarten ausgegeben. Einstimmig wurden neu in den Vorstand gewählt: Jürgen Güttler (Neuenstadt), Hans Christian (Oedheim), Ewald Zornik (Leingarten), Ronald Pulvermüller (Leingarten). Fischerkönig des Jahres 2000 wurde der Kürschnermeister Erwin Berger, außerdem ehrte der Verein zahlreiche Mitglieder. Für 40 Jahre Mitgliedschaft: Horst Hofmann, Eberhard Leibfried, Alfons Bach, Helmut Eberlein, nicht anwesend Paul Gauch und Alfons Lohmann, für 25 Jahre: Jürgen Ackermann, Klaus Baur, Wolfgang Beck, Gerhard Behrendt, Erwin Berger, Ingobert Demel, Klaus Faas, Paul Förch, Bernd Gauch, Heinrich Gerold, Hans Gruber, Arno Helmus, Hans-Dieter Klugmann, Martha Lueder, Rolf Mundloch, Theo Neubeck, Ditmar Schampera, Heinz Schmegner, Dieter Stock, Birgit Theilacker, Gabriel Tiefengruber, Erwin Tiefensee, Karl-Heinz Ullrich, Ernst Waldbüsser, Gerhard Walter, Ulf Weinlich, Albert Zeller, Ralf Zerrer, Karl Ziegler. (red/tom)

(aus der Heilbronner Stimme 16.03.2001)
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Schwerpunkte bei Ufer-Aktionen gesetzt (HV 2000)

Jahreshauptversammlung des Fischervereins Heilbronn im Haus des Handwerks mit zahlreichen Ehrungen
"Positive Stimmung" habe sich bereits beim Kameradschaftsfischen an der Seeanlage in Stein breit gemacht, berichtete Vorsitzender Karl Hautziger. Dies habe sich über den Arbeitseinsatz an der Seckach hinaus fortgesetzt; dort ging man dem "indischen Sprungkraut" an die Wurzel. Überhaupt habe sich der Verein zur Hauptaufgabe gemacht, die heimischen Gewässer sauberer zu machen. Am Kocher und an der Sulm wurde dies bereits durchgeführt. Ebenso erfolgte der Einsatz der Fische in Abstimmung mit den natürlichen Ressourcen, damit auch heimische Arten wie Bachforellen und Äschen eine Chance haben. Vom 7. bis 9. August stieg das Seefest. Auch beteiligte sich eine Mannschaft am Eisstockschießen des TSV Neuenstadt und erreichte unter 22 Mannschaften den achten Platz. Karl Hautzinger dankte Klaus Lohmann und Josef Krappel für die gelungene Vereins-Zeitung sowie besonders dem Jugendwart Werner Andersen, der 40 Jungfischer betreut - die stärkste Jugendgruppe im Verband. Dank galt auch der Familie Schmidt, die 103 Personen auf die Fischerprüfung vorbereitete. Hautzinger berichtete über die neue Pachtung der Kocherstrecke auf Markung Kochersteinsfeld für weitere zwölf Jahre. Für Stausee, Trappensee und Pfühlsee konnten 50 Tageskarten ausgegeben werden. Es folgten die positiven Berichte des Gewässerwartes und des Kassierers. Geehrt wurden zehn Sportkameraden für 40-jährige Mitgliedschaft und 27 Sportkameraden für 25-jährige Mitgliedschaft. Fischerkönig wurde Kurt Linay. Als 40-jähriger Vereinsjubilar wurde auch der Vorsitzende des Ehrenrates, Karl Noe, geehrt. Karl Noe wurde bereits mit der silbernen und goldenen Ehrennadel des Landesfischereivereins ausgezeichnet. Die 40-Jährigen: Karl Fritz (Biberach), Lothar Klärle (Neuenstadt), Gerd Kuehn (Heilbronn), Heribert Leibfried (Neckarsulm II), Günther Niethe (Heilbronn), Karl Noe (Leingarten II), Willi Obenland (Heilbronn), Karl Stibi Jun. (Neckarsulm), Helmut Vogt (Neckarsulm), Heinz Weller (HN-Neckargartach). Becker (Bad Rappenau-Bonfeld), Franz Deissler (Dinkelsbühl), Ingeborg Freigang (Heilbronn), Joachim Gumbrecht (Heilbronn), Johann Horwath (Talheim), Edeltraut Knödler (Heilbronn), Roland Lumpp (Neuenstadt), Werner Nickel (Heilbronn), Werner Noelte (HN-Biberach), Manfred Präg (HN-Böckingen), Hans Reichert (Hochhausen), Harald Reinhardt (Neudenau), Karl-August Röser (Neuenstadt-Stein), Manfred Rudolph (HN-Neckargartach), Ludwig Scheuermann (HN-Biberach), Gerhard Schiemer (Neuenstadt), Karl-Heinz Schmidt (Heilbronn), Eugen Strasser (HN-Frankenbach), Erwin Strasser (Bad Rappenau-Fürfeld), Rudolph Straub (HN-Biberach), Karl Weiss (Neuenstadt), Kurt Weller (Neckarweihingen), Ludwig Wittig (HN-Biberach), Hubert Wosmann (Stuttgart-Feuerbach), Ferdinand Zeh (HN-Böckingen), Willi Zeyer (HN-Böckingen), Karl Ziegler (Flein).

(aus der Heilbronner Stimme 05.04.2000)


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