Fischereiverein Heilbronn e.V.

gegründet 1887

A n g e l n  -  E n t s p a n n e n  -  H e g e n  -  S c h ü t z e n  -  P f l e g e n

:::Chronik des Fischerverein Heilbronn:::

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1887  Gründungsjahr. Am 23.04.1887 wurde unter dem Namen "Angelclub Heilbronn" unser Verein gegründet.
1888
Schon im Sommer, vermutlich durch den raschen anstieg der Mitglieder kam es zu der Umbenennung in "Fischereiverein Heilbronn".  Erster Vorsitzender war der Mitbegründer Hermann Faber sen. . Er leitete den Verein bis 1897. Es waren insgesamt 12 "angesehene und unbescholtene" Bürger aus Heilbronn deren Name urkundlich festgehalten wurden. An Fischwasser bewirtschaftete der Verein das so genannte Spitalwasser der Stadt Heilbronn, 
so wie das staatliche Neckarwasser vom Götzenturm in Heilbronn bis Markungsgrenze Neckarsulm, einschließlich Karlshafen, Floßhafen, Winterhafen und Salzwerkhafen. 
bis 1897 Zupachtung weiterer Gewässer: Die Bachstrecken, Böllingerbach, Gabelbach, Eschelbach, Brettach, Schozach und Sulm. Alle genannten Bäche wurden seinerzeit mit Forellenbarschen, Schwarzbarschen und Bachforellenbrut besetzt. In den Neckar hat man Karpfen, Schleien, Aale, Hechte, Zander und Schwarzbarsche eingebracht. Alle Fische sollen gut abgewachsen sein.
1900 Verein zählt 90 Mitglieder, davon 70 Aktive. Mitgliedsbeitrag: 3 Reichsmark, Jahreskarte: 15 Reichsmark.
ab 1902 Es wird regelmäßig von Lachsfängen aus dem Neckar berichtet.
1903 Verein tritt dem Landesfischereiverband bei.
1909  29 männliche und 11 weibliche Lachse mit einem Gesamtgewicht von 225 Pfund sowie eine 750 Gramm schwere Meerforelle werden im Neckar gefangen.
1910 Es werden 44 Lachse mit einem Gesamtgewicht von 350 Pfund im Neckar gefangen.  Der Verein schafft sich einen Fischbrutapparat an. Daraufhin wurden jährlich ca. 30.000 selbst erbrütete Lachse in den Neckar eingesetzt. 
1911 / 1912 Großes Fischsterben im Neckar. Von großen Fischsterben wird bereits 1897,1900,1902,1905 und 1909 berichtet. Hauptverursacher der damaligen Fischsterben waren die Papierfabrik, die chem. Fabrik und die Zuckerfabrik. 
1915  Pfühlsee wird angepachtet.
1918  Köpferbach wird gepachtet.
1919/1920  Aus dieser Zeit stammen die letzten Berichte von Lachsfängen aus dem Neckar. Das gesellige Leben hat im Verein stets eine wichtige Rolle gespielt. Es wurden regelmäßig Fischessen, Weihnachtsfeiern und auch Ausflüge durchgeführt. 
1920  Baubeginn Osthafen.
1921 Bis dahin größtes Fischsterben der Vereinsgeschichte im Neckar. 500 Zentner toter Fische treiben bis nach Bad Wimpfen ab. Grund: Platzen eines Ammoniaktanks der chem. Fabrik, der in den Neckar gelaufen ist. Diese mußte 50000 RM Schadensersatz zahlen.
1924 Pacht des Leinbach auf der Markung Frankenbach. Aufgrund der Inflation der damaligen Zeit ist das Vereinsvermögen gleich null.
1926 Pacht des Leinbach auf Markung Neckargartach.
1927 Durch Einleitung von Jauche wird der gesamte Fischbestand des Pfühlsee ausgerottet.
1932 Aufgrund der "katastrophalen, finanziellen Lage auf allen Gebieten" zu dieser Zeit, geht die Mitgliederzahl auf 60 Mitglieder zurück
22.10.1933  Pacht des Massenbach vom Graf von Neipperg.
1931-1934 Zuschüttung des Karlshafen und des Floßhafens. Der Karlshafen soll das beste Fischwasser des Vereins gewesen sein.
5.1.1934  Pacht des Leinbach auf der Markung Schwaigern. Die Mitgliederzahlen steigen wieder.
1935 120 Mitglieder
 1936-1945  Für diese Zeit gibt es weder Protokolle noch sonstigen Schriftverkehr. Es ist aber bekannt, daß am 20.11.1940 der damalige Vorsitzende Munz mit Freiherr Gustav von Gemmingen aus Neuenstadt, Schloß Bürg, den 1. Pachtvertrag für das Kocherwasser auf Markung Neuenstadt-Bürg abgeschlossen hat.
nach 1945 Zuschüttung des Winterhafens.
19.1.1947 1.Hauptversammlung nach dem 2 Weltkrieg; es waren 105 Mitglieder anwesend.
1948 Währungsreform
1950 Der Verein kauft von seinem langjährigen Mitglied - Amtsgerichtsrat Dr. Wild - sein erstes, eigenes Fischwasser. Es handelt sich um das Kocherwasser unterhalb des Wehrs Kochertürn. Leider verschlechtert sich um die Zeit die Wasserqualität unserer gesamten Fließgewässer zunehmend. Wiederaufbau und fortschreitende Industrialisierung fordern ihren Tribut, zumal die meisten Industrie und Hausabwässer völlig ungereinigt in Flüsse und Bäche eingeleitet wurden. Die meisten unserer Bäche waren tot, Neckar und Kocher stark verunreinigt. 
1951  Es bildet sich im Verein eine aus 12 jugendlichen Mitgliedern bestehende Casting-Gruppe. Als Sportwart fungierte Spk. Otto Schmidt.
1952 Der Verein zählt 285 Mitglieder, davon 66 Bachfischer und 10 Passive.
1954 Es befinden sich unter den zur Hauptversammlung erschienenen Mitgliedern erstmals auch einige ausländische Sportkameraden. Beim Casting-Landesturnier in Eberbach wurden bereits mehrere Preise errungen .
1958  Es ging unter Leitung von Spk. Jellonek zum Landesturnier nach Ulm. Von dort hat man ebenfalls mehrere Medaillen nach Hause gebracht. Wie es heißt, sollen sich in der Gruppe "richtige Kanonen" befunden haben.
1961 Das Kocherwasser der Gemeinde Kochertürn wird gepachtet. Dort durften unsere Mitglieder aber auch bereits von 1947-1956 fischen. 
1962 Die Hauptversammlung wählt Walter Mohr zum 1. Vorsitzenden, mit ihm geht es weiter bergauf. 
Januar 1963 Pachtung des Speiser 'schen Kocherwassers bei Kochersteinsfeld
November 1964 Pachtung des Kocherwassers der Gemeinde Kochersteinsfeld
18.1.1966 Kauf des Speiser ' schen Fischwasser, sowie Pacht der Sulm auf Markung Weinsberg.
7.10.1967 Verheerendes Fischsterben im Neckar durch eine aus dem Raum Stuttgart ausgelöste "Welle" sauerstoffarmen und melassehaltigem Wasser. Millionen Fische aller Größen verenden. 2000 Zentner tote Fische!!!
1969-1974 Sukzessive Erwerbung der Miteigentumsanteile von einem 1,9km langen Brettachfischwasser bei Weißlensburg. 
Januar 1973 Pacht der Seckach bei Möckmühl.
1972-1973 Bau unserer Seeanlage bei Neuenstadt-Stein
ab 1975 Erst zu dieser Zeit kommt es durch den Bau zahlreicher Kläranlagen wieder zu einer Besserung der Wasserqualität. Vom Verein selbst wurden und werden laufend Gewässeruntersuchungen und Besatzmaßnahmen durchgeführt. Dank dieser mit viel Zeit und Kosten verbundener Maßnahmen sind unsere Gewässer heute wieder befischbar und ertragreich. Investitionen und Ertrag stehen jedoch in keinem Verhältnis. Allein für die regulären Besatzmaßnahmen müssen jährlich hohe Summen aufgewendet werden. Darüber hinaus führen wir Uferreinigungsaktionen -  u. a. von der Öffentlichkeit gar nicht bemerkte - naturschützerische Tätigkeiten aus. 
20.5.1977 Zusammenschluss der Fischervereine Heilbronn und Biberach.
1979 Pacht und Kauf eines Miteigentumsanteil von einem 7,22 ha großen Kocherwassers bei Oedheim. Gründung der Fischhegegemeinschaft "Mittlerer Neckar" bestehend aus den Fischereivereinen Haßmersheim, Gundelsheim, Heinsheim, Bad Wimpfen, Kochendorf, Neckarsulm und Heilbronn. Diese bewirtschaftet alle staatlichen Neckarwasser vom Götzenturm in Heilbronn bis Haßmersheim.
1979-1981 Bau des Vereinsheims auf der Seeanlage in Neuenstadt-Stein
1983 Pacht eines 3 ha großen Kocherstücks bei Neuenstadt
1984 Pacht eines 2,09 ha großen Kocherfischwasser bei Degmarn.
1987 100 Jahrfeier

:::Vereinsvorstände seit der Gründung:::

1887 - 1897 Hermann Faber sen.
1897 - 1901 Hermann Stroh
1901 - 1913 Hermann Faber jun.
1913 - 1931 Gottlieb Langenfelder
1931 - 1933 Ludwig Weker
1933 - 1934 Friedrich Sickel
1934 - 1946 Wilhelm Munz
1946 - 1958 Otto Kabauzek
1958 - 1962 Karl Ill
1962 - 1974 Walther Mohr
1974 - 1998 Adolf Waldvogel
1998 - 2002 Karl Hautzinger
seit 2002 Klaus Lohmann

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