Fischereiverein Heilbronn e.V.

gegründet 1887

A n g e l n  -  E n t s p a n n e n  -  H e g e n  -  S c h ü t z e n  -  P f l e g e n

Steinkrebs
(
Austropotamobius torrentium, Linné)

verpilzter Steinkrebs

Synonyme: Bachkrebs
Englisch: Stone Crayfish
Familie: Astacidae (Flusskrebse)
Schonzeit:  ♀: 01.10. - 10.07.
                   ♂: 01.10. - 31.12.
Schonmaß: 8 cm
Laichzeit: Oktober bis Juli
Lebensraum: Kleinste heimische Krebsart. Nachtaktiver Aasfresser. Lebt in kleinen und kleinsten, sommerkalten gut durchströmten Fließgewässern, stellenweise auch im Uferbereich von Alpenseen. Hält sich tagsüber unter Steinen und zwischen Wurzeln auf. Wird bis maximal 12cm groß => sein fischereiliches Interesse ist daher gering. Da auch die künstliche Nachzucht äußerst schwierig ist wird er kaum gehandelt und deshalb auch nicht besetzt. Heutige Bestände sind daher als weitestgehend natürlich anzusehen. Paarung im Oktober/November => ♀ legt bis zu 60 Eier und trägt sie auf der Unterseite des Abdomen (Hinterleib) mit sich umher. Jungkrebse Schlüpfen im Mai. Steinkrebse sind heute vor allem durch die Krebspest (Erregerpilz:
Aphanomyces astaci) gefährdet, die durch amerikanische (=nicht heimische) Krebsarten übertragen wird. Diese Arten sind gegenüber der Krebspest resistent. Gewässer in denen einmal amerikanische Krebse vorkommen, sind in der Regel für einen Widerbesatz mit Steinkrebsen unbrauchbar, da Erregersporen der Krebspest kaum mehr zu entfernen sind. Daher dürfen in frei fließende Oberflächengewässer keine fremden Krebsarten ausgesetzt werden (gesetzlich verboten!). Weiterhin werden Krebse durch hohe Aal- und Raubfischbestände bedroht => Fressfeind. Zusätzlich schadet den Krebsbeständen auch die Nutzung der Gewässer durch den Menschen. Gewässerunterhaltungen in Form von Begradigungen, entfernen des Bewuchses, ausbaggern etc sollten deshalb an einem Krebsgewässer unbedingt unterlassen werden. Insektizide wirken besonders schädlich auf Krebse.

Merkmale

  • abgerundete Außenscheren
  • helle Scherenunterseiten, blass orange gefärbt
  • einteilige Augenleiste
  • Oberfläche glatt
  • Körperflanken leicht gekörnt

 

  • In Gewässern mit selbsterhaltendem Steinkrebsbestand dürfen keine Aale besetzt werden.
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