Fischereiverein Heilbronn e.V.

gegründet 1887

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Galizischer Sumpfkrebs
(Astacus leptodactylus)
 

Synonyme: Sumpfkrebs, Galizierkrebs
Englisch: Turkish Crayfish
Familie: Astacidae (Flusskrebse)
Schonzeit:  keine - nicht heimisch
Schonmaß: keins
Laichzeit: Oktober bis Juli
Lebensraum: Galizische Sumpfkrebse werden hauptsächlich als Speisekrebse von der Türkei und dem Iran nach Deutschland importiert. Daher handelt es sich um eine nicht heimische Art. Als europäischer Krebs ist er aber ebenfalls durch die von amerikanischen Krebsarten übertragene Krebspest bedroht. Er wird bis zu 20cm lang und 250g schwer. Wurde ebenfalls als Ersatz für die eingebrochenen Flusskrebsbestände eingeführt in dem Glauben, dass die Art gegen die Krebspest resistent sei, was sich aber als falsch herausstellte. Er verträgt sauerstoffärmere und wärmere Gewässer wie der Edelkrebs. Er bewohnt auch schlammige, wenig strukturreiche Gewässer.   Galizierkrebse sind auch durch die Krebspest (Erregerpilz:
Aphanomyces astaci) gefährdet, die durch amerikanische (=nicht heimische) Krebsarten übertragen wird. Diese Arten sind gegenüber der Krebspest resistent. Gewässer in denen einmal amerikanische Krebse vorkommen, sind in der Regel für einen Besatz mit Galizierkrebsen unbrauchbar, da Erregersporen der Krebspest kaum mehr zu entfernen sind. Da er nicht heimisch ist, darf er nicht in freie Oberflächengewässer eingebracht werden.  Weiterhin werden Krebse durch hohe Aal- und Raubfischbestände bedroht => Fressfeind. Zusätzlich schadet den Krebsbeständen auch die Nutzung der Gewässer durch den Menschen. Gewässerunterhaltungen in Form von Begradigungen, entfernen des Bewuchses, ausbaggern etc sollten deshalb an einem Krebsgewässer unbedingt unterlassen werden. Insektizide wirken besonders schädlich auf Krebse.

Merkmale

  • helle, gelbe bis graubraune Scherenunterseiten
  • dicke, lange Antennen
  • schmale und sehr lange Scheren (vor allem bei ♂)
  • Scheren ohne Höcker
  • Panzer komplett mit Dornen besetzt
  • Panzer dünnwandig

 

  • Im Raum Heilbronn ist ein guter Bestand im Breitenauer See bekannt
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